Bau eines modernen Multi-User Logistikzentrums am neska-Standort Ladenburg

Eine Investition in die Region, die Menschen und den wirtschaftlichen Erfolg.

neska entwickelt am Standort Ladenburg ein neues modernes Multi-User Logistikzentrum. Unseren Kunden aus der regionalen Wirtschaft bieten wir damit genau den modernen Logistik-Service, der ihren wirtschaftlichen Erfolg auf Dauer sichert. An dem neuen Standort sollen zudem bis zu 140 Arbeitsplätze mit übertariflicher Vergütungsstruktur entstehen. Bei Bau und Betrieb des neuen Logistikzentrums legen wir höchsten Wert auf Sicherheit und Nachhaltigkeit. Deshalb setzen wir hinsichtlich Architektur und Ausstattung der Lagerimmobilie und der Sicherheitsinfrastruktur auf den neuesten Stand der Technik. Umfangreiche organisatorische Sicherheitskonzepte gewährleisten zudem einen regelkonformen und sicheren Lagerbetrieb.

 
Im Folgenden möchten wir Ihnen das Projekt mit allen relevanten Aspekten näher vorstellen.

Betriebsbeschreibung

Moderne Logistik – Mit Sicherheit und Verantwortung

Mit dem Spatenstich am 27.7.2020 entsteht an unserem Standort in Ladenburg ein modernes Logistikzentrum mit Gefahrstoffanteil, in dem ca. 110 gewerbliche und 30 kaufmännische Mitarbeiter tätig sein werden.

Die Lageranlage ist eine genehmigungsbedürftige Anlage gem. 4. BImSchV und unterliegt der Störfallverordnung.

Zum Dienstleistungsspektrum gehört neben der Be- und Entladung von Transportmitteln die Lagerung verpackter Ware – ausschließlich in den geschlossenen, offiziell zugelassenen Originalgebinden der Hersteller. Ein offener Umgang mit Waren findet ausdrücklich nicht statt.

Kommissionierung, Etikettierung und Verpackung sowie Administration und Dokumentenerstellung ergänzen das Angebots-Portfolio. Pro Arbeitstag ist mit einem Verkehrsaufkommen von ca. 200 LKW zu rechnen. Dabei wird die City nicht frequentiert.

Betriebszeiten

Lager:   montags bis freitags von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Verwaltung:   montags bis freitags von 07:00 Uhr bis 18:30 Uhr

Geographische Lage

Kurze Wege, optimale Ein- und Anbindung

Der neue Komplex grenzt direkt an den Chemiepark Ladenburg. Seine zentrale Lage zwischen den Autobahnen A5 und A6 (jeweils ca. 5 – 10 km entfernt), nur 15 km vom Containerterminal Mannheim und 70 km vom Flughafen Frankfurt entfernt, sorgt für eine optimale Verkehrsanbindung. Zu- und Ablauftransporte führen nicht über die Innenstadt.

ladenburg vogelperspektiveLogistische Fakten

Optimale Infrastruktur, Kapazitäten und Ausstattung

Der Gebäudekomplex gliedert sich in drei Hallenbereiche, die in 18 Lagerabschnitte unterteilt sind. Die Gesamtlagerfläche von 50.000 qm bietet Kapazitäten von ca. 70.000 PP (Basis CP1). Integriert sind eine Schmalgangregalanlage, die mittels induktiv geführten Schmalgangstaplern bedient wird, sowie ein Breitgangregallager, das mit Schubmaststaplern befüllt und entleert wird. Zwei Lagerabschnitte sind für die Kühllagerung (2 bis 8 Grad) vorgesehen. Insgesamt 57 Verladeorte stellen eine schnelle, reibungslose Be- und Entladung der LKW sicher.

 

Der Umwelt zuliebe – Klimaneutralität im Visier

Eine Photovoltaik Anlage mit einer Leistung von 749kW/p (ca. 749.000kw/h pro Jahr) wird die Selbstversorgung der Kühlanlage und die sonstige Stromversorgung garantieren. Ziel ist es, über mehrere Ausbauschritte der PV-Anlage CO2-Neutralität zu erreichen. Darüber hinaus ist der Betrieb einer E-LKW-Flotte für regionale Umfuhren geplant.

Genehmigung

Selbstverständlich liegen alle erforderlichen Genehmigungen vor:

  • Genehmigung nach BImSchG
  • Störfallbetrieb mit erweiterten Sicherheits- und Berichtspflichten
  • Wassergefährdungsklassen 1 bis 3
  • Genehmigte Lagerklassen nach TRGS 510:

 

TRGS 510
Lagerklasse (LGK)

Beschreibung der Lagerklasse entsprechend TRGS-510

3

Entzündbare Flüssigkeiten

4.1B

Entzündbare feste Gefahrstoffe

4.2

Pyrophore oder selbsterhitzungsfähige Gefahrstoffe

5.1A

Stark oxidierende Gefahrstoffe

5.1B

Oxidierende Gefahrstoffe

6.1C

Brennbare, akut toxische Kat. 3/ giftige oder chronisch wirkende Gefahrstoffe

6.1D

Nicht brennbare, akut toxische Kat. 3/ giftige oder chronisch wirkende Gefahrstoffe

8A

Brennbare ätzende Gefahrstoffe

8B

Nicht brennbare ätzende Gefahrstoffe

10

Brennbare Flüssigkeiten, die keiner der vorgenannten LGK zuzuordnen sind

11

Brennbare Feststoffe, die keiner der vorgenannten LGK zuzuordnen sind

12

Nicht brennbare Flüssigkeiten, die keiner der vorgenannten LGK zuzuordnen sind

13

Nicht brennbare Feststoffe, die keiner der vorgenannten LGK zuzuordnen sind

 

Sicherheitstechnische Ausstattung

Sicherheit wird bei neska großgeschrieben. Deshalb setzen wir technisch wie organisatorisch auf maximale Qualität in allen Belangen und richten uns streng nach den gesetzlich geforderten Bestimmungen – von der Gefahrenabwehr und -bekämpfung bis hin zum Umweltschutz.

Maßnahmen zur Gefahrenabwehr:

  • Ex-Schutz Einrichtungen
  • Blitzschutzanlage
  • Natürlicher und technischer Luftwechsel
  • Gaswarneinrichtungen
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlage
  • Optische Rauchmelder

Maßnahmen zur Gefahrenbekämpfung

  • Brandmeldeanlage mit Direktaufschaltung Feuerwehr
  • Handfeuermelder
  • Regal- und Deckensprinklerung
    • Wassersprinklerung
    • Wassersprinklerung mit Schaummittelzuführung
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlage
  • Feuerlöscher
  • Wandhydranten

Maßnahmen zum Umweltschutz

  • Löschwasserrückhaltung des gesamten Sprinklertankinhalts in der Halle durch Absenkung des Hallenbodens
  • Zertifizierte WGK-Folie (WGK = Wassergefährdungsklasse) im gesamten Hallenbereich sowie im Tiefhofbereich vor den Rampen
  • Manuelle Abschottung vom öffentlichen Kanalnetz
  • Heckseitige Be- und Entladung der LKW, kein Umschlag auf den Verkehrsflächen außerhalb der Hallenbereiche

Organisatorische Maßnahmen

Einen wesentlichen Anteil an einem optimal funktionierenden Sicherheitskonzept haben etablierte, streng einzuhaltende Standards und Routinen in den täglichen Arbeitsabläufen.

Vorprüfung – NPI Prozess (New Product Introduction)

Dazu zählt die Vorabprüfung neu einzulagernder Stoffe nach dem NPI Prozess (New Product Introduction). Diese erfolgt IT-gestützt unter Erfassung der relevanten Gefahrenmerkmale.

Vor Beginn jedes Lagerungsvorhabens für Gefahrstoffe findet die Vorprüfung der relevanten Sicherungsdatenblätter (SDB) statt. Dabei stehen insbesondere folgende Aspekte im Fokus:

  • Genehmigungskonformität
  • Gesondert zu genehmigende Störfallstoffe
  • Lagergefahrenklassen und Mengen
  • Löschmittelverträglichkeit
  • Lagertemperatur
  • Gebindegrößen etc.

Lagerverwaltungssystem

Unser Lagerverwaltungssystem stellt die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Zusammenlagerungsverboten unter Berücksichtigung von Mengengrenzen sicher. Über die TRGS 510 Lagergefahrenklassen-Systematik (TRGS =Technische Regel für Gefahrstoffe) wird die Einhaltung von Gefahrstoff- und Genehmigungsvorschriften gesteuert. Auf Ebene des Lagerabschnitts erfolgt die Prüfung der Konformität der Genehmigungssituation.

Die Basis-Parameter der Überprüfung im Überblick (MUSS Kriterien):

  • Zusammenlagerungsverbote
  • Gefahreneigenschaften bzw. Mengen je Gefahreneigenschaft
  • Gesamtkapazität (to.)

Ergänzt werden diese selbstverständlich durch die Berücksichtigung der Löschmittelverträglichkeit. Darüber hinaus stellt ein hoher Automatisierungsgrad in den Lagerprozessen fehlerfreie Abläufe nach den geschilderten Standards sicher.

Umsetzung der erweiterten Sicherheits- und Berichtspflichten

Die erweiterten Sicherheits- und Berichtspflichten werden über folgende Instrumente und Konzepte umgesetzt:

  • Sicherheitsbericht
  • Sicherheitsmanagementsystem (SMS)
  • Konzept zur Verhinderung von Störfällen
  • Betrieblicher Alarm- und Gefahrenabwehrplan
  • Betriebsanweisungen (Gefahrstoff, Technisch, organisatorisch), Verfahrens- und Arbeitsanweisungen

Kontakt:
Volker Kern
Logistik Manager

Tel./Phone + 49 621 1075-129
Mobile +49 160 92975823
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